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la voz detrás
Dauer: ca. 7 Minuten

„Das Stück untersucht die Idee der Fehlkommunikation: Sprache als etwas Verhülltes, das nicht in der Lage ist, sich äußerlich zu übersteigen und offenbaren. Das Stück ist gedacht als Metapher unserer Unfähigkeit einen globalen Sinn dessen, was in Worte gefasst wird, zu bauen. Der gesprochene Text ist hauptsächlich „versteckt hinter“ und gelegentlich gelöscht von dem Klang der Harfe.

Die Idee für dieses Stück stammt von einem Lehrspruch aus Robert Bressons „Notizen zum Kinematographen“, in dem er die eigentliche Unmöglichkeit beschreibt, zuverlässig einen Film zu synchronisieren. In meinem Stück habe ich einen symbolischen Prozess der Synchronisierung zwischen Harfe und gesprochenem Text geschaffen, so dass beide Elemente von einem musikalischen Standpunkt komplementär sind. Dennoch erscheint und verschwindet der eigentliche semantische Inhalt durch das Stück hinweg, wodurch ein Wortfluss, dessen Verständnis und einheitlicher Sinn durch das Zusammenspiel von Instrument und Stimme herausgefordert wird, entsteht.“ -Abel Paúl