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Sich einstellender Sinn
Asmus Trautsch

Kaum zu glauben, aber müde wie ich bin,
sagt sich noch ein Lebenswort ab von der schorfigen Rinde,
die mich umspannt, gleitet aufs Papier
und harrt seinesgleichen.
Kommt Silben, kommt.

Ich weiß nicht, wer von euch an meinen Namen rührt
und wer ihn auf ein treibendes Floß hievt.
Kreuz und quer treffen sich diesseits der Lippen
die semantischen Späne: mein täglicher Herbstwind.
Müder Zuschauer, wart ab.

Glück, wenn schließlich das Dickicht bricht und dich
sagen lässt ich, ohne Mühe und Ziel.
Dann bist du - auch in dem Satz, den andre hobeln,
wer weiß, auf welchem Eiland und wann -
mit Haut und Haar du.